Alte Bäume, neue Ernte
70 Jahre und mehr sieht man den Obstbäumen auf dem Babetsberg durchaus an, aber zugleich zeigen sie jedes Jahr aufs Neue, was in ihnen steckt. Äpfel, Birnen und Quitten hängen auch heuer zwischen alten Baumriesen, deren Sortenvielfalt über Generationen erhalten geblieben ist.
Die Familie Böhm bewirtschaftet den Hof am Babetsberg seit mehr als einem Jahrhundert. Wenn im Herbst die Ernte ansteht, werden alle Hände gebraucht. Was dabei von den Streuobstwiesen kommt, wird als Frischobst und zu Saft verarbeitet – und die alten Bäume liefern so Jahr für Jahr etwas für die Gegenwart.

Die Saison allerdings war durchwachsen. Hitze und Trockenheit haben den Bäumen unterschiedlich zugesetzt. Manche Sorten und ältere Bäume kamen erstaunlich gut damit zurecht, andere deutlich weniger. Gerade darin zeigt sich auch der Wert einer gewachsenen Streuobstwiese: Hier steht nicht eine Sorte auf einem einheitlichen Standort, sondern eine Vielfalt, die mit unterschiedlichen Bedingungen unterschiedlich umgeht.

Eine kleine Entdeckung am Rande: Wo der Buntspecht aktiv war, ist jetzt ein Hornissennest, das zum Glück von der europäischen Art bewohnt wird.
