Der Simmlhof in Kalsing ist durch seine Präsenz auf den Wochenmärkten in Roding und Cham in der Region bestens bekannt. Bestens bekannt ist auch die außerordentliche Qualität seiner großen Programms. Grund genug für die Oberpfälzer Slowfoodies, sich die Quelle der guten Dinge genauer anzusehen.
Um im Bayerischen Wald auf steinigen, kargen Böden in 560 Meter Meereshöhe Gemüse und Obst erfolgreich anzubauen, und das nur mit natürlichen biologischen Mitteln, dafür muss man das Gras wachsen und die Würmer husten hören.
Mit der Vorstellung der ersten „Regensburger Bio-Pommes“ ist ein gelungenes Beispiel dafür sichtbar geworden, wie regionale Wertschöpfungsketten funktionieren können. Produziert werden die Kartoffeln auf dem Biolandhof von Dominik Heitzer, der auch im Slow Food Einkaufsführer Oberpfalz als empfehlenswerter Erzeuger gelistet ist.
Sebastian Wellnhofer führt in vierter Generation die Traditionsbäckerei der Familie. Für ihn steht handwerkliche Qualität an erster Stelle, weshalb er mit Stolz auf den mehrfach verliehenen Staatsehrenpreis des Bäckerhandwerks verweist.
Die Familie besaß seit jeher das Braurecht, das jedoch lange Zeit nicht mehr genutzt wurde. Erst 1992 begann Reinhard Fütterer wieder mit dem Hausbrauen und richtete eine kleine, bescheidene Zoiglstube ein, die viermal im Jahr ihre Türen öffnete.
Der Weiße Gänsefuß (Chenopodium album) gehört zu den ältesten vom Menschen genutzten Wildgemüsen. Seine jungen Blätter wurden früher ähnlich wie Spinat zubereitet. Heute ist die Pflanze vor allem als weit verbreitetes Ackerunkraut bekannt, wird auf vielen Feldern bekämpft, und kaum jemand weiß, wie gut ihr Geschmack ist, vor allem wenn die Blätter nur kurz in Butter geschwenkt werden.
Viele Jahre lag der alte Hof der Familie wie im Dornröschenschlaf. Die Flächen waren verpachtet, der alte Fendt stand still. Dann wagten Johannes Siller und Elisabeth den Neustart: Sie wurden Naturland-Mitglieder und starteten 2023 mit dem Anbau eines vielfältigen Gemüsesortiments.
Als Alfons und Emmi Bergbauer im Jahr 2000 auf ihrem Familienhof einen Neuanfang wagten, entschieden sie sich bewusst für einen ungewöhnlichen Weg: Die Milchviehhaltung wurde aufgegeben, stattdessen zogen Ziegen in die Ställe ein. Heute bewirtschaftet die Familie ihren Betrieb nach den Richtlinien von Bioland und hat sich mit hochwertigen Ziegenmilchprodukten einen Namen gemacht.
Die neue Ausgabe des Slow Food Magazins ist erschienen und macht Lust auf einen genussreichen Sommer. Im Mittelpunkt stehen entspanntes „Slow Grillen“, eine kulinarische Reise durch Würzburg und Mainfranken sowie die Saisonküche mit heimischem Knoblauch.
Jeder weiß wie eine Biene aussieht, jeder weiß, wie Honig schmeckt. Was es alles braucht, damit richtig guter Honig entsteht, ist weithin unbekannt. Slowfoodies der Oberpfalz wollten es genau wissen und besuchten Matthias Fink, einen begeisterten Bio-Imker in Brennberg.
Als es im Zuge eines Familienerbes galt, eine Streuobstwiese in die Hand zu nehmen, schienen ein paar Bienenvölker zur Unterstützung eine gute Ergänzung zu sein. Also besuchte Matthias Fink einen Anfängerkurs für Imker. Bienen und Honig haben sich seither zu einem zentralen Teil seines Lebens entwickelt.
Milch ist nicht gleich Milch. Frische Milch direkt von der Milchtankstelle am Bauernhof bietet ein Geschmackserlebnis, das von Herkunft, Fütterung der Tiere und Jahreszeit geprägt wird.
Christoph Jakob prägt als Küchenchef und Gastgeber den Brauereigasthof mit seiner klaren Handschrift und Bekenntnis zur Tradition. „Das Bewährte erhalten, ohne auf aktuelle Impulse zu verzichten,“ ist seine Devise.