Ein guter Apfel muss nicht schön sein
Die Apfelsaison beginnt. Und mit ihr die Frage: Wie erkenne ich eigentlich einen guten Apfel? Die ehrliche Antwort: Am Aussehen gar nicht.
Ob ein Apfel gut schmeckt, lässt sich weder an seiner Farbe noch an seiner Größe oder an einer makellosen Schale ablesen. Trotzdem bestimmen genau diese Merkmale, was im Handel als besonders hochwertig gilt. Möglichst gleichmäßig, möglichst schön rot, möglichst ohne jeden Makel.
Gerade bei Äpfeln zeigt sich, wohin die Konzentration auf äußere Werte führt. Einige wenige Sorten beherrschen die Regale. Sie müssen gut aussehen, lange lagerfähig sein, Transporte überstehen und möglichst unauffällig im Geschmack sein.
Dabei hat die Farbe eines Apfels mit seiner Qualität erstaunlich wenig zu tun. Ein intensiv roter Apfel ist nicht automatisch aromatischer als einer mit matter oder ungleichmäßiger Schale. Auch kleine Druckstellen oder eine nicht ganz perfekte Form sagen nichts darüber aus, was sich unter der Schale verbirgt.
Und so verzichten wir beim Einkauf auf etwas, das eigentlich das Wichtigste sein sollte: den Geschmack.
Wer Äpfel bei guten regionalen Erzeugern kauft, kann etwas entdecken, das im normalen Supermarktangebot kaum vorkommt: wirkliche Sortenvielfalt. Äpfel mit unterschiedlichen Aromen, Säure- und Süßegraden, mit ganz eigener Textur und eigenem Charakter. Manche sehen unscheinbar aus und sind gerade deshalb eine Entdeckung wert.
Wir sollten uns deshalb nicht damit zufriedengeben, dass ein Apfel vor allem schön aussieht.
Die Oberpfalz ist Apfelland. Es lohnt sich, die Vielfalt unserer regionalen Apfelbauern zu probieren und den Lieblingsapfel zu finden.
Gute Apfelbauern und Hofläden in der Oberpfalz findet ihr in unserem Einkaufsführer.
