Kochen mit Kindern: Ran an den Herd!

Ferien können lang werden. Vor allem dann, wenn draußen das Wetter nicht mitspielt und irgendwann auch die besten Ideen ausgehen. Warum also nicht gemeinsam in die Küche gehen? Viel braucht es dafür nicht – ein bisschen Zeit, ein Rezept und die Lust, etwas zusammen auszuprobieren.

Kinder haben meist erstaunlich viel Freude daran, selbst Hand anzulegen: Teig kneten, Gemüse schneiden, Kräuter zupfen, eine Pizza belegen oder aus einfachen Zutaten etwas Eigenes entstehen lassen. Dabei darf es ruhig einmal nicht perfekt werden. Die etwas krumme Pizza schmeckt schließlich oft besonders gut, wenn man sie selbst gemacht hat.

Und neben dem Spaß passiert ganz nebenbei einiges: Kinder lernen Lebensmittel kennen, bekommen ein Gefühl für Mengen und Geschmäcker und werden sicherer im Umgang mit Küchenutensilien. Sie erleben, dass ein Essen nicht einfach fertig auf dem Teller erscheint, sondern aus einzelnen Zutaten entsteht, die man auswählen, vorbereiten und miteinander kombinieren kann.

Dafür braucht es übrigens keine langen Ferien. Auch ein gemeinsames Abendessen, das am Wochenende einmal etwas aufwendiger vorbereitet wird, kann zum kleinen Küchenprojekt werden. Vielleicht darf das Kind das nächste Mal selbst aussuchen, was gekocht wird – und bei der Zubereitung möglichst viel übernehmen.

Wer so früh Freude am Kochen und an guten Lebensmitteln entwickelt, wird ihnen vermutlich auch später mit etwas mehr Neugier begegnen. Genau diese Verbindung von Genuss, Wissen und Wertschätzung für Lebensmittel gehört auch zu dem, was Slow Food wichtig ist.

Also: Schürze an, Hände waschen und loslegen. Die Küche darf danach ruhig ein bisschen anders aussehen als vorher.