Blau machen in der Küche
Blaue Kartoffeln sind viel zu schade, um nur als Kuriosität auf dem Teller zu landen. Durch die Kartoffelpresse gedrückt, werden sie zu einem kräftig violetten Püree, das schon beim Anrichten für Aufmerksamkeit sorgt. Doch die farbigen Knollen können weit mehr als Püree.
Als Pellkartoffeln kommen ihre ungewöhnlichen Farbtöne besonders schön zur Geltung. In Scheiben geschnitten, machen sie sich im Kartoffelsalat gut, und in Würfel oder Spalten geschnitten, bringen sie Farbe in Pfannengerichte und Ofenkartoffeln. Auch als Beilage zu Fleisch und Fisch oder in Kombination mit anderem Gemüse setzen sie überraschende Akzente. Wer blaue Kartoffeln mit gelben oder roten Sorten mischt, bekommt ein buntes Kartoffeltrio ganz ohne künstliche Farbe.

Dabei gilt: Nicht jede blaue Kartoffel sieht gleich aus. Je nach Sorte reicht die Farbe von violett bis tief dunkelblau, manchmal mit hellen Mustern im Inneren. Ein Teil der Färbung bleibt beim Kochen erhalten, kann sich aber verändern. Ein Spritzer Essig im Kartoffelsalat hilft, die violetten Farbtöne zu stabilisieren.
Geschmacklich müssen sich die blauen Sorten hinter ihren hellen Verwandten keineswegs verstecken. Je nach Sorte sind sie mehlig oder festkochend und lassen sich entsprechend vielseitig einsetzen.
Unser Küchentipp: ruhig einmal Farbe bekennen! Ob gepresst, in Scheiben oder im Ganzen gegart – blaue Kartoffeln machen aus einer alltäglichen Zutat einen Hingucker. Und manchmal genügt schon eine einzige farbige Knolle zwischen den gelben Kartoffeln, um einem vertrauten Gericht einen neuen Dreh zu geben.
