Hopfenzupfen im Garten
Wir brauen kein Bier. Wir hopfen es einfach nach.
Seit einigen Tagen experimentieren wir mit frischen grünen Hopfendolden aus dem Garten. Ein paar Dolden direkt in die geöffnete Bierflasche, Flasche wieder zu und warten. Dann wird probiert. Und natürlich verglichen.
Am besten hat sich bei unseren bisherigen Versuchsreihen Helles und Kellerbier als Grundlage herausgestellt. Dazu kommen 8 bis 10 frische Hopfendolden pro Flasche. Nach ungefähr drei Stunden wird eingeschenkt – und gestaunt, was aus dem eigentlich bekannten Bier geworden ist.
Das Aroma wird deutlich frischer und grüner, dazu kommen je nach Hopfen würzige und manchmal überraschend feine Noten. Und das Interessante: Nach drei Stunden wird das Bier nicht einfach nur bitterer. Es bekommt vor allem ein anderes Aroma.

Natürlich haben wir verschiedene Zeiten und Mengen ausprobiert. Denn sobald man einmal damit angefangen hat, will man schließlich wissen, was passiert, wenn die Dolden länger in der Flasche bleiben. Oder wenn einfach noch eine dazukommt …
Das Ganze funktioniert denkbar unkompliziert: frischer Hopfen, ein gutes Flaschenbier und ein bisschen Neugier. Und mehrere Flaschen sind durchaus hilfreich. Eine zum Probieren, eine zum Vergleichen und eine für den nächsten Versuch.

Und weil Hopfen traditionell auch eine beruhigende Wirkung zugeschrieben wird, steht inzwischen noch eine Frage auf unserer Liste: Merkt man vom Hopfen eigentlich nicht nur etwas im Glas, sondern auch danach?
Bis dahin gilt: Hopfendolden pflücken, Flasche auf, Hopfen rein – und schauen, was passiert.
