Slow Food – und jetzt?

Slow Food ist vor mehr als 30 Jahren mit einem klaren Ziel angetreten: gegen eine Lebensmittelproduktion, die immer schneller, billiger und einheitlicher wurde, und für gutes Essen, handwerkliche Herstellung, regionale Lebensmittel und den Respekt vor Mensch, Tier und Natur.

Vieles davon ist heute in der Gesellschaft angekommen. Wir interessieren uns für die Herkunft unserer Lebensmittel, für regionale und saisonale Erzeugung, für Tierwohl und Artenvielfalt. Alte Sorten und traditionelle Lebensmittel sind im Blick, handwerkliche Qualität wird neu geschätzt. Begriffe wie regional, nachhaltig und fair gehören längst zum allgemeinen Sprachgebrauch. Slow Food hat diese Entwicklung mit angestoßen und begleitet.

Was essen, wenn die Hitze plagt?

Bei hohen Temperaturen verändert sich unser Appetit. Schwere Gerichte wirken dann weniger verlockend, gefragt sind frische, leichte Speisen, die saftig sind und nicht belasten. Jetzt schmecken Dinge, die an heißen Tagen genau richtig sind: viel Frische, viel Flüssigkeit und natürliche Leichtigkeit.

Dossier: Wer produziert unser Essen?

Multinationale Konzerne dominieren den Lebensmittelmarkt und bestimmen damit auch, was zu welchen Bedingungen angebaut wird und schließlich auf dem Teller landet. Das Slow Food Magazin geht der Frage nach, was wir dagegen tun können und ob die vielen kleinen und großen (Bio-)Betriebe tatsächlich ein Gegengewicht bilden. Ist ein anderes Wirtschaften noch möglich?

Unsere Antwort ist der Einkaufsführer Oberpfalz mit 300 Betrieben!

Nahrungssysteme am Limit – Ausstellung in München

Wie entstehen unsere Lebensmittel? Welche Folgen haben Klimawandel, industrielle Landwirtschaft, globale Lieferketten und unser Konsumverhalten? Diese Fragen will die Ausstellung „Nahrungssysteme am Limit“ beantworten.

Zwölf anschauliche Themenkapitel beleuchten wichtige Entwicklungen der Lebensmittelproduktion – von Böden und Fischerei über Tierhaltung und Gewächshausanbau bis zu Soja, Getreide und den Auswirkungen des Klimawandels.

Kritik an „Iss was dir schmeckt“: Slow Food zeigt, dass erst Tierwohl, nachhaltige Landwirtschaft und Handwerk guten Fleischgenuss möglich machen.

Entspann dich! Iss, was du willst, und denk nicht nach! Dies ist in etwa der Ton der Kampagne „Iss was dir schmeckt“, hinter der die Initiative Fleisch steht. Sie möchte die anscheinend bedrohten Fleischliebenden in Schutz nehmen und sie ermuntern, sich von Bedenkenträger*innen aller Art den Geschmack nicht vermiesen zu lassen. „Freiheit“, „Vielfalt“ und „individuell“ sind die Begriffe, die am meisten bemüht werden, „Essen und essen lassen“ wird zum Schlüssel zu mehr „Genuss, Respekt und Miteinander“ erklärt. Kritische Gedanken über Fleischkonsum führen hingegen zu Konflikten in Familien und Gesellschaft und stehen Verständnis und Versöhnung im Wege – so die Botschaft.

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Die schönsten Entdeckungen liegen oft direkt vor der Haustür.

Ein guter Käse entsteht nicht nur aus Milch – sondern aus Erfahrung.
Jeder Laib erzählt etwas über die Arbeit und das Wissen, das in ihm steckt. Bei der Herstellung kommt es auf viele kleine Schritte an – und auf den richtigen Moment. Deshalb prüft die Käserin jeden einzelnen Laib mit geschultem Blick und viel Erfahrung.
Solche Einblicke zeigen, was hinter regionalen Lebensmitteln steckt: Menschen, die ihr Handwerk verstehen, Wissen weitergeben und mit Sorgfalt arbeiten.
Slow Food macht diese Menschen und ihre Geschichten sichtbar.
Komm mit uns und entdecke unsere Heimat.

Vom Korn zum Teller

Dinkelnockerl mit Sauerklee

Für diese Nockerl wird Dinkelreis verwendet und zunächst im Mixer grob geschrotet. So bleibt die Struktur des Korns erhalten und der Dinkel bringt seine kernige Textur und seinen nussigen Geschmack zur Geltung.

Tradition zum Aufrollen

Kartoffelschnecken – ein Stück Oberpfälzer Küchentradition

Als Füllung für diese Alleskönner eignen sich Käse, Kräuter, Spinat, Pilze, Speck, Schinken oder saisonales Gemüse – ebenso süße Varianten mit Mohn, Apfel oder Nüssen. Kaum eine andere Kartoffelspezialität lässt sich so gut an Jahreszeit, Vorratskammer und den persönlichem Geschmack anpassen.

Trockenheit erreicht die Weiden

Wer an sommerliche Weidewirtschaft in der Oberpfalz denkt, verbindet damit meist Bilder von Kühen, die bis zum Bauch in frischem Grün stehen. Die Realität dieses Jahres sieht anders aus: Vertrocknete Weiden und ausbleibender Aufwuchs bringen zunehmend auch jene Betriebe unter Druck, für die Trockenheit bislang kaum ein Thema war.

Gute Ernährung beginnt mit bewussten Entscheidungen.

Können wir mit Essen die Welt verändern? Wir glauben: ja! Dafür sichern wir die biologische und kulturelle Vielfalt, fördern Ernährungsbildung und setzen uns für politische Rahmenbedingungen ein, die allen Menschen gutes, sauberes und faires Essen ermöglichen. Als globale Bewegung lokaler Gemeinschaften und Aktiven sind wir in mehr als 160 Ländern tätig.

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Nose to tail

Was eine gute Bratwurst mit Respekt vor dem Tier zu tun hat. Nur wenige Teile eines Tieres wie Filet, Rücken oder Bratenstücke sind einzeln vermarktbar. Um alles weitere möglichst vollständig zu nutzen, verarbeitet man die übrigen Teile zu Wurstwaren, Schinken, Pasteten, Sülzen und vielen weiteren Spezialitäten.

Aus regionalen Bio-Kartoffeln werden jetzt regionale Bio-Pommes

Mit der Vorstellung der ersten „Regensburger Bio-Pommes“ ist ein gelungenes Beispiel dafür sichtbar geworden, wie regionale Wertschöpfungsketten funktionieren können. Produziert werden die Kartoffeln auf dem Biolandhof von Dominik Heitzer, der auch im Slow Food Einkaufsführer Oberpfalz als empfehlenswerter Erzeuger gelistet ist.

Vom Spinat der Vergangenheit zum Ackerunkraut der Gegenwart

Der Weiße Gänsefuß (Chenopodium album) gehört zu den ältesten vom Menschen genutzten Wildgemüsen. Seine jungen Blätter wurden früher ähnlich wie Spinat zubereitet. Heute ist die Pflanze vor allem als weit verbreitetes Ackerunkraut bekannt, wird auf vielen Feldern bekämpft, und kaum jemand weiß, wie gut ihr Geschmack ist, vor allem wenn die Blätter nur kurz in Butter geschwenkt werden.