Tradition zum Aufrollen

Kartoffelschnecken – ein Stück Oberpfälzer Küchentradition

Als Füllung für diese Alleskönner eignen sich Käse, Kräuter, Spinat, Pilze, Speck, Schinken oder saisonales Gemüse – ebenso süße Varianten mit Mohn, Apfel oder Nüssen. Kaum eine andere Kartoffelspezialität lässt sich so gut an Jahreszeit, Vorratskammer und den persönlichem Geschmack anpassen.

Trockenheit erreicht die Weiden

Wer an sommerliche Weidewirtschaft in der Oberpfalz denkt, verbindet damit meist Bilder von Kühen, die bis zum Bauch in frischem Grün stehen. Die Realität dieses Jahres sieht anders aus: Vertrocknete Weiden und ausbleibender Aufwuchs bringen zunehmend auch jene Betriebe unter Druck, für die Trockenheit bislang kaum ein Thema war.

Gute Ernährung beginnt mit bewussten Entscheidungen.

Können wir mit Essen die Welt verändern? Wir glauben: ja! Dafür sichern wir die biologische und kulturelle Vielfalt, fördern Ernährungsbildung und setzen uns für politische Rahmenbedingungen ein, die allen Menschen gutes, sauberes und faires Essen ermöglichen. Als globale Bewegung lokaler Gemeinschaften und Aktiven sind wir in mehr als 160 Ländern tätig.

Werde Slow-Food-Mitglied

Nose to tail

Was eine gute Bratwurst mit Respekt vor dem Tier zu tun hat. Nur wenige Teile eines Tieres wie Filet, Rücken oder Bratenstücke sind einzeln vermarktbar. Um alles weitere möglichst vollständig zu nutzen, verarbeitet man die übrigen Teile zu Wurstwaren, Schinken, Pasteten, Sülzen und vielen weiteren Spezialitäten.

Aus regionalen Bio-Kartoffeln werden jetzt regionale Bio-Pommes

Mit der Vorstellung der ersten „Regensburger Bio-Pommes“ ist ein gelungenes Beispiel dafür sichtbar geworden, wie regionale Wertschöpfungsketten funktionieren können. Produziert werden die Kartoffeln auf dem Biolandhof von Dominik Heitzer, der auch im Slow Food Einkaufsführer Oberpfalz als empfehlenswerter Erzeuger gelistet ist.

Vom Spinat der Vergangenheit zum Ackerunkraut der Gegenwart

Der Weiße Gänsefuß (Chenopodium album) gehört zu den ältesten vom Menschen genutzten Wildgemüsen. Seine jungen Blätter wurden früher ähnlich wie Spinat zubereitet. Heute ist die Pflanze vor allem als weit verbreitetes Ackerunkraut bekannt, wird auf vielen Feldern bekämpft, und kaum jemand weiß, wie gut ihr Geschmack ist, vor allem wenn die Blätter nur kurz in Butter geschwenkt werden.

Carlo Petrini ist heute in der Stadt Bra (Italien) im Alter von 76 Jahren verstorben.

Carlo Petrini war visionärer Denker und engagierter Mensch, der sich für das Gemeinwohl, für Menschen und für die Natur einsetzte. Er gründete die Slow-Food-Bewegung, das internationale Treffen Terra Madre und die Universität für Gastronomische Wissenschaften in Pollenzo. Mit diesen Initiativen schuf er eine weltweite Bewegung, die auf den Werten „gut, sauber und fair“ basiert.

Wenn Wintergemüse den Kalender ignoriert

Wer im Mai über den Wochenmarkt in Roding schlendert, denkt eher an Spargel, Salate und Frühlingsboten – aber sicher nicht an Schwarzwurzeln. Umso größer die Überraschung am Biogemüse-Simmel-Stand: Da lagen sie plötzlich frisch, knackig und in Topform. Eigentlich gelten Schwarzwurzeln als Wintergemüse. Ihr Geheimnis ist ihre erstaunliche Lagerfähigkeit. Gut gelagert halten sie sich lange und schmecken noch im Mai bestens.

Genuss braucht Herkunft

Lebensmittel erzählen Geschichten – von Landschaften, Jahreszeiten, handwerklichem Können und den Menschen dahinter. Slow Food setzt sich dafür ein, diese Herkunft wieder sichtbar zu machen. Denn guter Geschmack entsteht dort, wo mit Sorgfalt erzeugt, verarbeitet und bewahrt wird.

Schornbladl

Omas Kochkunst wird in der Region vielfach mit dem mehr oder weniger glücklichen Umgang mit Schornbladl verbunden. Hier zeigt sich wieder: Es kommt darauf an, was man daraus macht.